{"id":92,"date":"2011-08-22T15:23:20","date_gmt":"2011-08-22T15:23:20","guid":{"rendered":"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/"},"modified":"2019-03-06T13:44:47","modified_gmt":"2019-03-06T13:44:47","slug":"hedayat-und-kafka","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=92","title":{"rendered":"Hedayat und Kafka"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: small;\">Hedayat und Kafka<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">\u00a0<\/span><span style=\"font-size: small;\">Mahmood Falaki<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><em>Es wird von einigen Interpreten oder Literaturkritikern Kafkas Einfluss auf den iranischen Schriftsteller Sadegh Hedayat (1903-1951) festgestellt, bzw. sie versuchen \u00e4hnliche Merkmale bei beiden nachzuweisen. Ob es einem Schriftsteller m\u00f6glich ist, in einer ganz anderen kulturell-gesellschaftlichen Situation, in einer Gesellschaft, deren Modernisierung gerade erst begonnen hat, wie Kafka zu schaffen, soll untersucht werden<\/em><\/span><\/p>\n<p>\u00a0 <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><strong>Sadegh Hedayat<\/strong> wurde 1903 in der Familie eines hohen Beamten in Teheran geboren.<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn1\">[1]<\/a> Er erhielt eine aristokratische Erziehung und \u201edie traditionelle iranisch-islamische Bildung.\u201c<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn2\">[2]<\/a> Durch Besuch der franz\u00f6sischen Missionsschule St. Louis in Teheran (1925) lernte er die franz\u00f6sische Sprache.<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn3\">[3]<\/a> 1926 wurde er mit einem Regierungsstipendium als Student nach Belgien geschickt. Nach acht Monaten ging er nach Frankreich, wo er bis 1930 studierte und dann ohne Abschluss nach Iran zur\u00fcckkehrte.<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn4\">[4]<\/a> In Frankreich lernte er die europ\u00e4ische Literatur direkt kennen.<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn5\">[5]<\/a> Nach seiner R\u00fcckkehr aus Frankreich erschien sein erster Erz\u00e4hlband, \u201eZende begur\u201c (Lebendig begraben), in Teheran (1930). Diese Erz\u00e4hlung ist die Geschichte eines Menschen, der sich durch Opium das Leben zu nehmen versuchte.<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn6\">[6]<\/a> Diese Erz\u00e4hlung entstand in Frankreich, wo er 1928 zum ersten Mal einen Selbstmordversuch machte, aber gerettet wurde.<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn7\">[7]<\/a> Die Tendenz zum Tode war Hedayat immer innewohnend, ein Thema, das in manchen seiner Erz\u00e4hlungen wie \u201ese ghatre khun\u201c (Drei Tropfen Blut)<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn8\">[8]<\/a> oder in seinem Meisterwerk \u201eDie blinde Eule\u201c auftritt und in unterschiedlicher Weise seine Werke durchzieht, wobei die vollkommene Vernichtung der Pers\u00f6nlichkeit des Protagonisten beschrieben wird. Diese Tendenz f\u00fchrte dahin, dass er sich schlie\u00dflich im Jahre 1951 in Paris das Leben nahm.<\/p>\n<p>\u00a0 Dies und sein Hass gegen die Umgebung, besonders gegen \u201eRadjale\u201c (P\u00f6bel), der ihn in die Einsamkeit f\u00fchrt, und seine pessimistische Grundstimmung veranlassen manche Interpreten dazu, nach parallelen Merkmale in \u00a0Hedayats und <strong>Franz Kafka<\/strong>s Werken zu suchen. Z. B. <strong>Richard\u00a0 Flower<\/strong> schreibt: \u201eDie Personen seiner Werke sind oft einsame und verfolgte Seelen wie jene von Kafka.<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn9\">[9]<\/a> [&#8230;]In vielen Bemerkungen sind parallele Elemente der Technik und der Problematik beider Autoren zu erkennen.\u201c<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn10\">[10]<\/a> Flower meint, eine \u00c4hnlichkeit sogar in der Sprache der beiden Autoren zu erkennen:<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0 \u201eHedayats Persisch hat gewiss die subtile Einfachheit von Kafkas Deutsch und ist vortrefflich geeignet, die gleiche Situation eines Menschen \u201ainmitten der Sch\u00f6pfung\u2019 darzustellen.\u201c<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn11\">[11]<\/a> Aber aus verschiedenen Gr\u00fcnden ist Flowers Exegese nicht zuzustimmen:<\/p>\n<p>\u00a0 1. Hedayat ist in einem Land und in einer Epoche aufgewachsen, in der nur ein Hauch von Modernit\u00e4t, wie ihn der Anfang der Industrialisierung mit sich bringt, die Gesellschaft an der Oberfl\u00e4che erreichte. In Hedayats Zeit ist Persien ein Land, das von den Errungenschaften der Modernit\u00e4t, n\u00e4mlich S\u00e4kularisierung und\u00a0\u00a0 Freiheit des Denkens und des Wortes meilenweit entfernt ist. Unter diesen Bedingungen ist es kaum vorstellbar, dass ein iranischer \u201eIntellektueller\u201c die Modernit\u00e4t wie ein europ\u00e4ischer Intellektueller wahrnehmen oder verinnerlichen kann. Kafka jedoch lebte in einer Zeit, wo nicht nur nach Jahrhunderten \u201ean die Stelle Gottes als Rechtfertigungsinstanz und letzte Referenz diskursiver Ableitungen das Subjekt tritt\u201c<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn12\">[12]<\/a>, sondern die Durchsetzung der Kernidee des Modernisierungsprozesses, n\u00e4mlich die Befreiung des Individuums, in Frage gestellt wird, was in Kafkas Werken von gro\u00dfem Gewicht ist und die Einsamkeit seiner Figuren deutet.<\/p>\n<p>\u00a0 Iran steht in jener Zeit am Anfang der S\u00e4kularisierung der Gesellschaft. Obwohl viele der iranischen Aufkl\u00e4rer die westlichen Modelle f\u00fcr die L\u00f6sung der gesellschaftlichen Probleme in ihrem Land hielten, bleiben die Widerspr\u00fcche in der Weltanschauung zu kl\u00e4ren. Im Konflikt zwischen Religion und Verweltlichung konnten sie sich nicht f\u00fcr die S\u00e4kularisierung entscheiden. Sie wollten nur die Industrialisierung und die Rechtsordnung des Westens \u00fcbernehmen, ohne zu erkennen, dass beides untrennbar von der S\u00e4kularisierung ist.<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn13\">[13]<\/a> Diese Tendenz wurde besonders durch die neokolonialistische Politik verst\u00e4rkt, welche Hass und Verweigerung westlicher Gedanken hervorrief.\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0 Obwohl Hedayat durch seinen vierj\u00e4hrigen Aufenthalt in Frankreich und durch seine eigenen Studien die Modernit\u00e4t erf\u00e4hrt, lebte er aber trotzdem in einem Schwebezustand zwischen Modernit\u00e4t und Tradition. Er ist, wie es der Geist der Zeit verlangte, auch ein Nationalist. Daher unternimmt er 1936 eine Reise nach Indien, um Mittelpersich zu lernen. Er \u00fcbersetzte danach einige Texte aus dem Mittelpersischen ins Neupersische und schrieb B\u00fccher \u00fcber vorislamische persische Kultur und Geschichte<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn14\">[14]<\/a>, welches seine Vorliebe f\u00fcr die persische Kultur kennzeichnet. Dies wird besonders in seinem Theaterst\u00fcck \u201eMaziyar\u201c (1933), der Geschichte eines iranischen Nationalm\u00e4rtyrers im Unabh\u00e4ngigkeitskampf gegen die arabischen Eroberer im achten Jahrhundert<\/p>\n<p>sp\u00fcrbar. Dort stellt Hedayat seinen Hass auf die Araber dar, die das persische Reich im siebten Jahrhundert zum Einsturz gebracht und das Land islamisiert hatten.<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn15\">[15]<\/a> Sein Hass ist auch gegen den Islam gerichtet. Dies kommt besonders in seinem romanhaft geschriebenen Buch \u201eTup-e Morwarid\u201c (Die Perlenkanone \u2013 1947) zum Ausdruck. Dort macht er den Islam regelrecht l\u00e4cherlich. Dieses Buch durfte nie offiziell erscheinen, es wurde und wird auch heute als Untergrundliteratur geheim gelesen. Diese Werke zusammen mit \u201eafsane-ye afarinesch\u201c (Die Fabel von der Sch\u00f6pfung \u2013 1946), worin er die Erschaffung der Welt durch einen Gott als eine Fabel ironisch darstellt, zeigen zum einen sein atheistisches Gesicht, zum anderen tragen sie chauvinistische Z\u00fcge. Er war aber andererseits ein Einzelg\u00e4nger, der jeglicher Despotie, der Unterentwicklung der Gesellschaft, der Heuchelei der Geistlichen u. a. mit Sozialkritik entgegentrat. Er stand f\u00fcr die Modernisierung des Landes.<\/p>\n<p>\u00a0 Also wenn man die sozial-politische Lage in Kafkas Zeit und seine Konflikte mit denen Hedayats und seiner Zeit vergleicht, zeigt sich, dass manche scheinbaren \u00c4hnlichkeiten aus jeweils anderem Hintergrund entstanden sind.<\/p>\n<p>\u00a0 Ein Beispiel daf\u00fcr ist ihre Einsamkeit und Entfremdung von der Umwelt. Bei Kafka, wie ich in vorliegender Arbeit er\u00f6rtert habe, ist die Einsamkeit aus dem Verfall des Individuums zu verstehen, wobei er sein Eigen, sein freies Selbst sucht. Hedayats Einsamkeit ist durch die Entt\u00e4uschung \u00fcber seine Landsleute und seine dichterische Arbeit, die \u201ekeine Leser hat\u201c,<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn16\">[16]<\/a> zu begreifen.<\/p>\n<p>\u00a0 W\u00e4hrend Kafka nach seinem eigenen Ich suchte, bzw. sein Selbst frei w\u00fcnschte, versuchte Hedayat sein Ich zu vernichten<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn17\">[17]<\/a> oder es zu erniedrigen<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn18\">[18]<\/a>; weil er keinen Individuationsprozess, wie ein moderner Europ\u00e4er erlebt hatte, und deshalb keine individuelle Existenz besa\u00df.<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0 2. Was Flower als die gleiche \u201esubtile Einfachheit\u201c in beider Sprachen (Hedayats Persisch und Kafkas Deutsch) entdeckt, zeigt nur die Unaufmerksamkeit Flowers, da er die Entwicklung der modernen persischen Literatur und ihrer Sprache au\u00dfer Acht l\u00e4sst. Wie im vorstehenden erkl\u00e4rt worden ist, sollte man die \u201eEinfachheit\u201c in Hedayats Werken in Verbindung mit dem Versuch seiner Vorgeneration auffassen, die Literatursprache zu vereinfachen. Sprachliche und stilistische Parallelit\u00e4ten gibt es in den Werken Hedayats und seiner Vorgeneration wie Dehkhada und dem Begr\u00fcnder der modernen persischen Erz\u00e4hlung, Djamalzade. Diese Parallelit\u00e4ten sind nicht nur in der \u201eEinfachheit\u201c der Sprache, sondern auch in der Satzkonstruktion und Textgestaltung vorhanden. Er hat nur ihren Stil weiterentwickelt.<\/p>\n<p>\u00a0 Au\u00dferdem ist Hedayats Sprache nicht so \u201esubtil\u201c wie Kafkas. Es gibt grammatische Fehler in seinen Werken, sogar in seinem Meisterwerk \u201eDie blinde Eule\u201c<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn19\">[19]<\/a>, welche manche Interpreten als Einfluss des Franz\u00f6sischen auf Hedayat bezeichnen<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn20\">[20]<\/a>; weil er europ\u00e4ische Literatur auf Franz\u00f6sisch las und ins Persische \u00fcbersetzte. Auch Kafkas Werke hatte er in franz\u00f6sischer \u00dcbersetzung gelesen und einige von ihnen ins Persische \u00fcbersetzt.<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn21\">[21]<\/a> Er konnte also auch von daher nicht unter dem Einfluss von Kafkas Sprache stehen.<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0 3. Wenn man die Erz\u00e4hlstruktur und die Entwicklung der Handlung und die Rahmenkonstruktion der Werke Kafkas mit Hedayats Werken vergleicht, findet man relevante Unterschiede.<\/p>\n<p>Kafkas Werke sind von unendlicher Wanderung der Figuren gepr\u00e4gt, wodurch die Handlung der Geschichte entwickelt wird.<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn22\">[22]<\/a>Die Figuren werden unwillentlich wie Josef K. oder willentlich wie K. auf eine labyrinthische Irrfahrt gef\u00fchrt. Aber sie versuchen sich aus dem Labyrinth zu befreien. Josef K. versucht seine \u201eUnschuld\u201c zu beweisen, K. versucht das Schloss zu erreichen, Gregor Samsa versucht sich von der Tiergestalt zu befreien und mit den anderen eine menschliche Beziehung einzugehen usw. Die Rahmenkonstruktion in Kafkas Werken wird durch diese Befreiungsversuche aufgebaut, wodurch die Handlung der Geschichten ihre Tragik erh\u00e4lt.<\/p>\n<p>\u00a0 Hedayats wichtige Geschichten, die oft mit Kafkas Werken parallelisiert werden, geschehen im Gegenteil in einem geschlossenen Raum, was sich aus seinem Leben unter einem totalit\u00e4ren System erkl\u00e4rt. Die Figuren handeln wie Gefangene, die eher in sich selbst gefangen sind. In der Erz\u00e4hlung \u201eLebendig begraben\u201c ist die ganze Welt der Hauptfigur ein Zimmer, in dem sie sich das Leben zu nehmen versucht. In \u201eDrei Tropfen Blut\u201c ist der Protagonist (Mirza\u2013Ahmad Khan) in einem Irrenhaus gefangen. Der Ich-Erz\u00e4hler des Romans \u201eDie blinde Eule\u201c wohnt in einem Zimmer, das \u201e\u00fcber den Ruinen\u201c errichtet wurde und dessen W\u00e4nde sind \u201ewie die Mauern eines Grabmals.\u201c<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn23\">[23]<\/a> Seine Au\u00dfenwelt sind eine \u201ebauf\u00e4llige Schlachterei\u201c und eine Kr\u00e4merei, \u201eunter einer Mauerw\u00f6lbung\u201c, deren Verk\u00e4ufer ein buckliger Greis ist und \u201emit seinen gelben l\u00fcckenhaften Z\u00e4hnen Verse aus dem Koran zitiert.&#8220;<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn24\">[24]<\/a><\/p>\n<p>\u00a0\u00a0 \u00a0\u201eDas waren meine Beziehungen zur Au\u00dfenwelt, aber von meiner Innenwelt sind mir nur meine Amme und eine Dirne geblieben.\u201c(S. 53)<\/p>\n<p>\u00a0 Die Figuren Hedayats versuchen nicht, sich aus ihrer Gefangenschaft zu befreien; im Gegenteil, es scheint, dass sie sich in ihr Schicksal ergeben haben,\u00a0\u00a0 oder sich willk\u00fcrlich von der Au\u00dfenwelt abgeschlossen haben. Die Figuren Hedayats leben zwischen Traum und Wirklichkeit. Sie sehen alle gleich aus, d. h. die Hauptfigur hat verschiedene Doppelg\u00e4nger, die surrealistisch dargestellt werden. In \u201eDrei Tropfen Blut\u201c sind der Protagonist, dessen Freund (Siyawasch), sein Nachbar Abbas im Irrenhaus und sogar der Irrenhausdirektor gleich. Mit anderen Worten, die Hauptfigur hat verschiedene Gesichter. In \u201eDie blinde Eule\u201c ist des Ich-Erz\u00e4hlers Frau, die mit ihm nicht schlafen will, w\u00e4hrend sie mit den anderen, vor allem mit dem buckligen Greis vor seinen Augen schl\u00e4ft,\u00a0 verbl\u00fcffend \u00e4hnlich seiner Traumfrau, die er \u201e\u00e4therische Frau\u201c nennt. Er selbst verwandelt sich am Ende in einen buckligen Greis. Die Begegnung des Ich-Erz\u00e4hlers mit seinem Doppelg\u00e4nger und anderen phantastischen Figuren wie die \u201e\u00e4therische Frau\u201c werden nicht zuf\u00e4llig surrealistisch dargestellt. Hedayat lebte zu einer Zeit (1926-1930) in Frankreich, in der der Surrealismus in Frankreich seinen H\u00f6hepunkt erreicht hatte<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn25\">[25]<\/a>, w\u00e4hrend Kafka aus der expressionistischen Generation hervorgegangen war, deren Wirkung auf die Fr\u00fchdichtung sp\u00fcrbar ist.<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn26\">[26]<\/a><\/p>\n<p>\u00a0 4. Es gibt keinen Beweis daf\u00fcr, dass Hedayat vor der Niederschrift des Romans \u201eDie blinde Eule\u201c (1936) Kafka gelesen hat. Obwohl Flower \u00e4u\u00dfert, dass es \u201enicht genau bekannt ist, wann Hedayat sich mit Kafka zum ersten mal besch\u00e4ftigt\u201c, behauptet er aber, \u201ezweifellos hat jedoch die Erz\u00e4hltechnik von Kafka seinen Stil direkt beeinflusst.\u201c<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn27\">[27]<\/a> Erstes Zeichen daf\u00fcr, dass er sich mit Kafka besch\u00e4ftigt hat, ist die \u00dcbersetzung von \u201eVor dem Gesetz\u201c ins Persische im Jahre 1943, d.h. acht Jahre nach der Niederschrift von \u201eDie blinde Eule.<\/p>\n<p>\u00a0 Au\u00dferdem haben einige Interpreten nachgewiesen, dass Hedayat beim Schreiben von \u201eDie blinde Eule\u201c unter dem Einfluss anderer westlicher Autoren wie Edgar Allan Poe, Rainer Maria Rilke, Guy de Maupassant u. a. stand.<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn28\">[28]<\/a> Einer dieser Interpreten hat sogar manche Passsagen von \u201eDie schwarze Katze\u201c von Poe, \u201eDie Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge\u201c von Rilke und \u201eDer Hora\u201c von Maupassant mit \u201eDie blinde Eule\u201c w\u00f6rtlich verglichen. Die verbl\u00fcffenden \u00c4hnlichkeiten, sogar der Wortwahl, die oft einer \u00dcbersetzung \u00e4hnelt, weisen darauf hin, dass Hedayat beim Schreiben seines Romans die erw\u00e4hnten Werke bis zu einem gewissen Grade imitierte.<a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_edn29\">[29]<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<hr width=\"33%\" size=\"1\" \/>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref1\">[1]<\/a>\u00a0 Esmail Djamschidi (Hg.): Khod-koschi-ye (Hedayats Selbstmord). Teheran 1994, S. 39<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref2\">[2]<\/a>\u00a0 Richard Flower L.G.: Sadegh-e Hedayat 1903- 1951. Eine literarische Analyse. Berlin 1977,\u00a0 S. 61<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref3\">[3]<\/a>\u00a0 Jamschidi, S. 42<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref4\">[4]<\/a>\u00a0 a.a.O., S. 66 u. 111<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref5\">[5]<\/a>\u00a0 Flower, S. 48<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref6\">[6]<\/a>\u00a0 Sadegh Hedayat. zende begur (Lebendig begraben). 6. Aufl., Teheran 1963<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref7\">[7]<\/a>\u00a0 Djamschidi: Hedayats Selbstmord, S. 161 ff<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref8\">[8]<\/a>\u00a0 vgl. Mahmood Falaki: \u201etar-e khiyali-ye Hedayat\u201c (Illusorische Seite Hedayats). In: <em>Sanjesh<\/em>, Nr. 4, Hamburg 1999, S. 37-44<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref9\">[9]<\/a>\u00a0 Flower, S. 304<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref10\">[10]<\/a>\u00a0 a.a.O., S. 303<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref11\">[11]<\/a>\u00a0 ebd., S. 304<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref12\">[12]<\/a>\u00a0 Peter Engelmann: Postmoderne und Dekonstruktion. Stuttgart 1990, S. 13<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref13\">[13]<\/a>\u00a0 Vgl. Maschalah Adjudani: ya marg ya tadjadod-dar sche\u2019r-o adab-e maschrute (Persische Lyrik und Prosa in der konstitutionellen Revolution). Teheran 2003, S. 118 ff<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref14\">[14]<\/a>\u00a0 Wie \u201eGodjaste Abalisch\u201c, \u201ekarname-ye Ardeschir-e papakan\u201c (1939) u. a.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref15\">[15]<\/a>\u00a0 Sadegh Hedayat: Maziyar. Teheran 1963<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref16\">[16]<\/a>\u00a0 Als Farsane, ein junger Bewunderer Hedayats, ihn mit Kafka vergleicht, sagt Hedayat: \u201eWie kann ich \u00e4hnlich wie Kafka sein? Er [Kafka] hatte keine finanziellen Schwierigkeiten, er hatte seine Verlobte, er konnte seine B\u00fccher ver\u00f6ffentlichen lassen, wenn er wollte. Ich, im Gegenteil, habe kein Brot, keine Verlobte, und vor allem keine Leser.\u201c M. F. Farzane: aschenayi ba Sadegh Hedayat (Bekanntschaft mit Sadegh Hedayat). Theran 1933, S. 230<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref17\">[17]<\/a>\u00a0 Vgl. die Erz\u00e4hlung \u201eLebendig begraben\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref18\">[18]<\/a>\u00a0 Vgl. den Roman \u201eDie blinde Eule\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref19\">[19]<\/a>\u00a0 Sadegh Hedayat: buf-e kur (Die blinde Eule). K\u00f6ln [1988], S. 14, 33, 36, 59 u. a.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref20\">[20]<\/a>\u00a0 Vgl. Mohammad-Teghi Ghiasi: ta\u2019will-e buf-kur (Interpretation des Romans \u201eDie blinde Eule). Teheran 1998, S. 256<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref21\">[21]<\/a>\u00a0 Ich komme darauf noch zu sprechen<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref22\">[22]<\/a>\u00a0 Siehe diese Arbeit<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref23\">[23]<\/a>\u00a0 buf-e kur (Die blinde Eule), S, 50. Bei \u00dcbersetzung dieser Stelle habe ich die \u00dcbersetzung von Bahman Nirumand hinzugezogen. \u201eDie blinde Eule\u201c; Frankfurt a.M. 1997, S. 58<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref24\">[24]<\/a>\u00a0 buf-e kur (Die blinde Eule). S. 51-53. \u00dcbersetzung von Nirumand, S. 59-61<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref25\">[25]<\/a>\u00a0 vgl. Schweilke, G\u00fcnther und Irmgard: Metzler Literatur Lexikon. Stuttgart 1984, S. 406<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref26\">[26]<\/a>\u00a0 Siehe diese Arbeit<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref27\">[27]<\/a>\u00a0 Flower, S. 309<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref28\">[28]<\/a>\u00a0 Vgl. Homayun Katuzian: Sadegh Hedeyat \u2013 az afsane ta waghe\u2019iyat. Teheran 1993, S. 172 und M. F. Farsane: aschenayi ba Hedayat, S. 395 u. a.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/2011\/08\/22\/hedayat-und-kafka\/#_ednref29\">[29]<\/a>\u00a0 Vgl. Schahruz Raschid. &#8222;Negahi be buf-e kur&#8220; (Ein \u00dcberblick auf die blinde Eule). <em>Aftab<\/em>. Nr. 53. Oslo2004, S. 6-10 u. 16-25)<\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><em><br \/><\/em><\/span><\/p>\n<div>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 12pt; text-align: justify; line-height: 150%\" align=\"left\"><strong>Sadegh Hedayat<\/strong> wurde 1903 in der Familie eines hohen Beamten in Teheran geboren.<a name=\"_ednref1\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn1\" title=\"_ednref1\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[1]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> Er erhielt eine aristokratische Erziehung und \u201edie traditionelle iranisch-islamische Bildung.\u201c<a name=\"_ednref2\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn2\" title=\"_ednref2\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[2]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> Durch den Besuch der franz\u00f6sischen Missionsschule St. Louis in Teheran (1925) erlernte er die franz\u00f6sische Sprache.<a name=\"_ednref3\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn3\" title=\"_ednref3\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[3]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> 1926 wurde er mit einem Regierungsstipendium als Student nach Belgien geschickt. Nach acht Monaten ging er nach Frankreich, wo er bis 1930 studierte und dann ohne Abschluss nach Iran zur\u00fcckkehrte.<a name=\"_ednref4\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn4\" title=\"_ednref4\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[4]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> In Frankreich lernte er die europ\u00e4ische Literatur direkt kennen.<a name=\"_ednref5\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn5\" title=\"_ednref5\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[5]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> Nach seiner R\u00fcckkehr aus Frankreich erschien sein erster Erz\u00e4hlband \u201eZende begur\u201c (Lebendig begraben) in Teheran (1930). Die gleichnamige<span class=\"msoIns\"><ins datetime=\"2008-06-27T19:42\" cite=\"mailto:S.Baghestani\"> <\/ins><\/span>Erz\u00e4hlung ist die Geschichte eines Menschen, der sich durch Opium das Leben zu nehmen versucht.<a name=\"_ednref6\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn6\" title=\"_ednref6\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[6]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> Diese Erz\u00e4hlung entstand in Frankreich, wo er 1928 zum ersten Mal einen Selbstmordversuch beging, aber gerettet wurde.<a name=\"_ednref7\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn7\" title=\"_ednref7\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[7]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> Die Todessehnsucht war Hedayat immer innewohnend, ein Thema, das in manchen seiner Erz\u00e4hlungen wie \u201ese ghatre khun\u201c (Drei Tropfen Blut)<a name=\"_ednref8\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn8\" title=\"_ednref8\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[8]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> oder in seinem Meisterwerk \u201eDie blinde Eule\u201c auftritt und in unterschiedlicher Weise seine Werke durchzieht, in denen die vollkommene Vernichtung der Pers\u00f6nlichkeit des Protagonisten beschrieben wird. Diese Sehnsucht f\u00fchrte so weit, dass er sich schlie\u00dflich im Jahre 1951 in Paris das Leben nahm.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 12pt; text-align: justify; line-height: 150%\" align=\"left\"><span>\u00a0<\/span>Dies und sein Hass gegen die Umgebung, besonders gegen die \u201eRadjale\u201c (P\u00f6bel), der ihn in die Einsamkeit f\u00fchrte, und seine pessimistische Grundstimmung haben manche Interpreten veranlasst, nach parallelen Merkmale in<span class=\"MsoEndnoteReference\"> <\/span><span>\u00a0<\/span>Hedayats und <strong>Franz Kafka<\/strong>s Werken zu suchen. So schreibt <strong>Richard<span> <\/span>Flower <\/strong>beispielsweise: \u201eDie Personen seiner Werke sind oft einsame und verfolgte Seelen wie jene von Kafka.<a name=\"_ednref9\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn9\" title=\"_ednref9\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[9]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> [&#8230;] In vielen Bemerkungen sind parallele Elemente der Technik und der Problematik beider Autoren zu erkennen.\u201c<a name=\"_ednref10\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn10\" title=\"_ednref10\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[10]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> Flower meint, sogar in der Sprache der beiden Autoren eine \u00c4hnlichkeit zu erkennen:<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 12pt; text-align: justify; line-height: 150%\" align=\"left\"><span>\u00a0<\/span>\u201eHedayats Persisch hat gewiss die subtile Einfachheit von Kafkas Deutsch und ist vortrefflich geeignet, die gleiche Situation eines Menschen \u201ainmitten der Sch\u00f6pfung\u2019 darzustellen.\u201c<a name=\"_ednref11\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn11\" title=\"_ednref11\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[11]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> Aus verschiedenen Gr\u00fcnden ist Flowers Exegese jedoch nicht zuzustimmen:<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 12pt; text-align: justify; line-height: 150%\" align=\"left\"><span>\u00a0<\/span>1. Hedayat ist in einem Land und in einer Epoche aufgewachsen, in der nur ein Hauch von Modernit\u00e4t, wie ihn der Anfang der Industrialisierung mit sich bringt, die Gesellschaft oberfl\u00e4chlich streifte. Zu Hedayats Zeit ist Persien ein Land, das von den Errungenschaften der Modernit\u00e4t, n\u00e4mlich S\u00e4kularisierung und Freiheit des Denkens und des Wortes meilenweit entfernt ist. Unter diesen Bedingungen ist es kaum vorstellbar, dass ein iranischer \u201eIntellektueller\u201c die Modernit\u00e4t wie ein europ\u00e4ischer Intellektueller wahrnehmen oder verinnerlichen kann. Kafka jedoch lebte zu einer Zeit, wo nicht nur nach Jahrhunderten \u201ean die Stelle Gottes als Rechtfertigungsinstanz und letzte Referenz diskursiver Ableitungen das Subjekt tritt\u201c<a name=\"_ednref12\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn12\" title=\"_ednref12\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[12]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a>, sondern die Durchsetzung der Kernidee des Modernisierungsprozesses, n\u00e4mlich die Befreiung des Individuums, in Frage gestellt wird, was in Kafkas Werken von gro\u00dfem Gewicht ist und die Einsamkeit seiner Figuren erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 12pt 0cm 0.0001pt 6pt; text-align: justify; line-height: 150%\" align=\"left\">Iran stand zu jener Zeit am Anfang der S\u00e4kularisierung der Gesellschaft. Obwohl viele der iranischen Aufkl\u00e4rer die westlichen Modelle f\u00fcr eine L\u00f6sung der gesellschaftlichen Probleme in ihrem Land hielten, blieben ihre weltanschaulichen Widerspr\u00fcche bestehen. Im Konflikt zwischen Religion und Verweltlichung konnten sie sich nicht f\u00fcr die S\u00e4kularisierung entscheiden. Sie wollten nur die Industrialisierung und die Rechtsordnung des Westens \u00fcbernehmen, ohne zu erkennen, dass beides untrennbar mit<span class=\"msoIns\"><ins datetime=\"2008-06-27T19:48\" cite=\"mailto:S.Baghestani\"> <\/ins><\/span>der S\u00e4kularisierung<span class=\"msoIns\"><ins datetime=\"2008-06-27T19:48\" cite=\"mailto:S.Baghestani\"> <\/ins><\/span>verbunden ist.<a name=\"_ednref13\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn13\" title=\"_ednref13\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[13]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> Diese Tendenz wurde besonders durch die neokolonialistische Politik verst\u00e4rkt, welche den Hass und die Verweigerung westlicher Gedanken hervorrief.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 12pt 0cm 0.0001pt 6pt; text-align: justify; line-height: 150%\" align=\"left\">Obwohl Hedayat durch seinen vierj\u00e4hrigen Aufenthalt in Frankreich und durch seine eigenen Studien die Modernit\u00e4t erfuhr, lebte er trotzdem in einem Schwebezustand zwischen Modernit\u00e4t und Tradition. Er war, wie der Geist der Zeit es verlangte, auch ein Nationalist. Daher unternimmt er 1936 eine Reise nach Indien, um Mittelpersisch zu lernen. Er \u00fcbersetzte danach einige Texte aus dem Mittelpersischen ins Neupersische und schrieb B\u00fccher \u00fcber die vorislamische persische Kultur und Geschichte<a name=\"_ednref14\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn14\" title=\"_ednref14\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[14]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a>, die seine Vorliebe f\u00fcr die persische Kultur kennzeichnen. Dies wird besonders in seinem Theaterst\u00fcck \u201eMaziyar\u201c (1933) deutlich, der Geschichte eines iranischen Nationalm\u00e4rtyrers im Unabh\u00e4ngigkeitskampf gegen die arabischen Eroberer im achten Jahrhundert. Dort stellt Hedayat seinen Hass auf die Araber dar, die das persische Reich im siebten Jahrhundert zum Einsturz gebracht und das Land islamisiert hatten.<a name=\"_ednref15\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn15\" title=\"_ednref15\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[15]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> Sein Hass richtet sich auch gegen den Islam. Dies kommt besonders in seinem romanesken Werk \u201eTup-e Morwarid\u201c (Die Perlenkanone, 1947) zum Ausdruck. Darin macht er den Islam regelrecht l\u00e4cherlich. Dieses Buch durfte nie offiziell erscheinen, und es z\u00e4hlt auch heute noch zur Untergrundliteratur. Diese Werke zeigen zusammen mit \u201eafsane-ye afarinesch\u201c (Die Fabel von der Sch\u00f6pfung<span class=\"msoIns\"><ins datetime=\"2008-06-27T19:53\" cite=\"mailto:S.Baghestani\">, <\/ins><\/span>1946), worin er die Erschaffung der Welt durch einen Gott als eine Fabel ironisch darstellt, zum einen seine atheistische Einstellung, zum anderen tragen sie chauvinistische Z\u00fcge. Hedayat war aber andererseits auch ein Einzelg\u00e4nger, der jeglicher Despotie, der Unterentwicklung der Gesellschaft, der Heuchelei der Geistlichen u. a. mit Sozialkritik entgegentrat. Er stand f\u00fcr die Modernisierung des Landes.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 12pt; text-align: justify; line-height: 150%\" align=\"left\">Wenn man also die sozial-politische Lage zu Kafkas Zeiten und seine Konflikte mit denen Hedayats und seiner Zeit vergleicht, zeigt sich, dass manche scheinbaren \u00c4hnlichkeiten aus einem jeweils anderen Hintergrund entstanden sind.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 12pt; text-align: justify; line-height: 150%\" align=\"left\">Ein Beispiel daf\u00fcr ist ihre Einsamkeit und Entfremdung von der Umwelt. Bei Kafka ist, wie ich in der vorliegenden Arbeit er\u00f6rtert habe, die Einsamkeit aus dem Verfall des Individuums zu verstehen, wobei er sein Eigen, sein freies Selbst sucht. Hedayats Einsamkeit ist aus der Entt\u00e4uschung \u00fcber seine Landsleute und seine dichterische Arbeit, die \u201ekeine Leser hat\u201c,<a name=\"_ednref16\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn16\" title=\"_ednref16\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[16]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> zu begreifen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 12pt; text-align: justify; line-height: 150%\" align=\"left\">W\u00e4hrend Kafka nach seinem eigenen Ich suchte, bzw. sein Selbst frei w\u00fcnschte, versuchte Hedayat sein Ich zu vernichten<a name=\"_ednref17\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn17\" title=\"_ednref17\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[17]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> oder es zu erniedrigen<a name=\"_ednref18\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn18\" title=\"_ednref18\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[18]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span class=\"msoIns\"><ins datetime=\"2008-06-27T19:57\" cite=\"mailto:S.Baghestani\">,<\/ins><\/span> weil er keinen Individuationsprozess wie ein moderner Europ\u00e4er erlebt hatte, und deshalb keine individuelle Existenz besa\u00df.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 12pt; text-align: justify; line-height: 150%\" align=\"left\">2. Was Flower als die gleiche \u201esubtile Einfachheit\u201c in beiden Sprachen (Hedayats Persisch und Kafkas Deutsch) entdeckt, beweist nur die Unaufmerksamkeit Flowers, da er die Entwicklung der modernen persischen Literatur und ihrer Sprache au\u00dfer Acht l\u00e4sst. Wie eingangs erw\u00e4hnt, sollte man die \u201eEinfachheit\u201c in Hedayats Werken mit dem Versuch seiner Vorl\u00e4ufer in Verbindung setzen, die Literatursprache zu vereinfachen. Sprachliche und stilistische Parallelit\u00e4ten gibt es in den Werken Hedayats und seiner Vorg\u00e4nger wie Dehkhoda und dem Begr\u00fcnder der modernen persischen Erz\u00e4hlung, Djamalzade. Diese Parallelit\u00e4ten sind nicht nur in der \u201eEinfachheit\u201c der Sprache, sondern auch in der Satzkonstruktion und Textgestaltung vorhanden. Er hat ihren Stil nur weiterentwickelt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 12pt; text-align: justify; line-height: 150%\" align=\"left\">Au\u00dferdem ist Hedayats Sprache nicht so \u201esubtil\u201c wie Kafkas. Es gibt grammatische Fehler in seinen Werken, sogar in seinem Meisterwerk \u201eDie blinde Eule\u201c<a name=\"_ednref19\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn19\" title=\"_ednref19\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[19]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a>, welche manche Interpreten auf den Einfluss des Franz\u00f6sischen auf Hedayat zur\u00fcckf\u00fchren<a name=\"_ednref20\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn20\" title=\"_ednref20\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[20]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a>, weil er europ\u00e4ische Literatur auf Franz\u00f6sisch las und ins Persische \u00fcbersetzte. Auch Kafkas Werke hatte er in franz\u00f6sischer \u00dcbersetzung gelesen und einige von ihnen ins Persische \u00fcbersetzt.<a name=\"_ednref21\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn21\" title=\"_ednref21\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[21]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> Er konnte also auch aus diesem Grund nicht von Kafkas Sprache beeinflusst worden sein.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 12pt; text-align: justify; line-height: 150%\" align=\"left\">3. Wenn man die Erz\u00e4hlstruktur und die Entwicklung der Handlung und die Rahmenkonstruktion der Werke Kafkas mit Hedayats Werken vergleicht, findet man relevante Unterschiede.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 12pt 0cm 0.0001pt 6pt; text-align: justify; line-height: 150%\" align=\"left\">Kafkas Werke sind von der unaufh\u00f6rlichen Wanderung seiner Figuren gepr\u00e4gt, wodurch sich die Handlung der Geschichte entwickelt.<a name=\"_ednref22\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn22\" title=\"_ednref22\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[22]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> Er schickt seine Figuren, unwillentlich wie Josef K. oder willentlich wie K.<span class=\"msoIns\"><ins datetime=\"2008-06-27T20:03\" cite=\"mailto:S.Baghestani\">,<\/ins><\/span> auf eine labyrinthische Irrfahrt. Aber sie versuchen sich aus dem Labyrinth zu befreien. Josef K. versucht seine \u201eUnschuld\u201c zu beweisen, K. versucht das Schloss zu erreichen, Gregor Samsa versucht sich von der Tiergestalt zu befreien und mit den anderen eine menschliche Beziehung einzugehen usw. Die Rahmenkonstruktion in Kafkas Werken wird durch diese Befreiungsversuche aufgebaut, wodurch die Handlung der Geschichten ihre Tragik erh\u00e4lt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 12pt 0cm 0.0001pt 6pt; text-align: justify; line-height: 150%\" align=\"left\">Hedayats bedeutsame Geschichten, die oft mit Kafkas Werken parallelisiert werden, ereignen sich dagegen in einem geschlossenen Raum, was sich aus seinem Leben in einem totalit\u00e4ren System erkl\u00e4rt. Die Figuren handeln wie Gefangene, die eher in sich selbst gefangen sind. In der Erz\u00e4hlung \u201eLebendig begraben\u201c ist die ganze Welt der Hauptfigur ein Zimmer, in dem sie sich das Leben zu nehmen versucht. In \u201eDrei Tropfen Blut\u201c ist der Protagonist (Mirza\u2013Ahmad Khan) in einem Irrenhaus gefangen. Der Ich-Erz\u00e4hler des Romans \u201eDie blinde Eule\u201c wohnt in einem Zimmer, das \u201e\u00fcber den Ruinen\u201c errichtet wurde und dessen W\u00e4nde \u201ewie die Mauern eines Grabmals\u201c<span class=\"MsoEndnoteReference\"> <a name=\"_ednref23\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn23\" title=\"_ednref23\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[23]<\/span><\/span><\/span><\/a><\/span> sind. Seine Au\u00dfenwelt sind eine \u201ebauf\u00e4llige Schlachterei\u201c und eine Kr\u00e4merei, \u201eunter einer Mauerw\u00f6lbung\u201c, deren Verk\u00e4ufer ein buckliger Greis ist und \u201emit seinen gelben l\u00fcckenhaften Z\u00e4hnen Verse aus dem Koran zitiert.&#8220;<a name=\"_ednref24\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn24\" title=\"_ednref24\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[24]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 12pt 0cm 0.0001pt 6pt; line-height: 150%\" align=\"left\"><span style=\"font-size: 11pt; line-height: 150%\">\u201eDas waren meine Beziehungen zur Au\u00dfenwelt, aber von meiner Innenwelt sind mir nur meine Amme und eine Dirne geblieben.\u201c(S. 53)<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 12pt 0cm 0.0001pt 6pt; text-align: justify; line-height: 150%\" align=\"left\">Die Figuren Hedayats versuchen nicht, sich aus ihrer Gefangenschaft zu befreien; es hat im Gegenteil den Anschein, als w\u00fcrden sie sich in ihr Schicksal ergeben oder h\u00e4tten sich willk\u00fcrlich von der Au\u00dfenwelt abgeschlossen. Die Figuren Hedayats leben zwischen Traum und Wirklichkeit. Sie sehen alle gleich aus, d. h. die Hauptfigur hat verschiedene Doppelg\u00e4nger, die surrealistisch dargestellt werden. In \u201eDrei Tropfen Blut\u201c sind der Protagonist, dessen Freund (Siyawasch), sein Nachbar Abbas im Irrenhaus und sogar der Irrenhausdirektor derselbe. Mit anderen Worten, die Hauptfigur hat verschiedene Gesichter. In \u201eDie blinde Eule\u201c \u00e4hnelt die Frau des Ich-Erz\u00e4hlers, die nicht mit ihm schlafen will, w\u00e4hrend sie es mit anderen, vor allem mit dem buckligen Greis, vor seinen Augen tut, verbl\u00fcffend seiner Traumfrau, die er die \u201e\u00e4therische Frau\u201c nennt. Er selbst verwandelt sich am Ende in einen buckligen Greis. Die Begegnung des Ich-Erz\u00e4hlers mit seinem Doppelg\u00e4nger und anderen phantastischen Figuren wie der \u201e\u00e4therischen Frau\u201c werden nicht zuf\u00e4llig surrealistisch dargestellt. Hedayat lebte zu einer Zeit (1926-1930), in der der Surrealismus in Frankreich seinen H\u00f6hepunkt erreicht hatte<a name=\"_ednref25\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn25\" title=\"_ednref25\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[25]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a>, w\u00e4hrend Kafka aus der expressionistischen Generation hervorgegangen war, deren Wirkung auf die Fr\u00fchdichtung sp\u00fcrbar ist.<a name=\"_ednref26\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn26\" title=\"_ednref26\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[26]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 12pt; text-align: justify; line-height: 150%\" align=\"left\">4. Es gibt keinen Beweis daf\u00fcr, dass Hedayat vor der Niederschrift des Romans \u201eDie blinde Eule\u201c (1936) Kafka gelesen hat. Obwohl Flower sagt, dass \u201enicht genau bekannt ist, wann Hedayat sich zum ersten Mal mit Kafka besch\u00e4ftigt\u201c, behauptet er, \u201ezweifellos hat jedoch die Erz\u00e4hltechnik von Kafka seinen Stil direkt beeinflusst.\u201c<a name=\"_ednref27\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn27\" title=\"_ednref27\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[27]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> Erstes Zeichen daf\u00fcr, dass Hedayat sich mit Kafka besch\u00e4ftigte, ist die \u00dcbersetzung von \u201eVor dem Gesetz\u201c ins Persische im Jahre 1943, d.h. acht Jahre nach der Niederschrift von \u201eDie blinde Eule.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 12pt; text-align: justify; line-height: 150%\" align=\"left\">Au\u00dferdem haben einige Interpreten nachgewiesen, dass Hedayat beim Schreiben von \u201eDie blinde Eule\u201c unter dem Einfluss anderer westlicher Autoren wie Edgar Allan Poe, Rainer Maria Rilke<span class=\"msoIns\"><ins datetime=\"2008-07-04T09:30\" cite=\"mailto:S.Baghestani\"> <\/ins><\/span>und Guy de Maupassant stand.<a name=\"_ednref28\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn28\" title=\"_ednref28\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[28]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a> Einer dieser Interpreten hat sogar manche Passagen von Poes \u201eDie schwarze Katze\u201c, Rilkes \u201eDie Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge\u201c und Maupassants \u201eDer Hora\u201c mit \u201eDie blinde Eule\u201c w\u00f6rtlich verglichen. Die verbl\u00fcffenden \u00dcbereinstimmungen, sogar in der Wortwahl, die oft einer \u00dcbersetzung \u00e4hneln, weisen darauf hin, dass Hedayat beim Schreiben seines Romans die erw\u00e4hnten Werke bis zu einem gewissen Grade imitierte.<a name=\"_ednref29\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_edn29\" title=\"_ednref29\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 12pt\">[29]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" align=\"left\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><\/span><\/p>\n<div>\n<hr \/>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn1\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref1\" title=\"_edn1\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[1]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Esmail Jamschidi (Hg.): Khod-koschi-ye Hedayat (Hedayats Selbstmord). <span>Teheran 1994, S. 39<span class=\"msoIns\"><ins datetime=\"2008-06-27T20:11\" cite=\"mailto:S.Baghestani\">.<\/ins><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn2\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref2\" title=\"_edn2\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[2]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span><span> <\/span>Richard Flower L.G.: Sadegh-e Hedayat 1903- 1951. <\/span>Eine literarische Analyse. <span>Berlin<\/span><span> 1977,<span> <\/span>S. 61<span class=\"msoIns\"><ins datetime=\"2008-06-27T20:11\" cite=\"mailto:S.Baghestani\">.<\/ins><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn3\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref3\" title=\"_edn3\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[3]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span><span> <\/span>Jamschidi, S. 42.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn4\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref4\" title=\"_edn4\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[4]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span><span> <\/span>A.a.O., S. 66 u. 111<span class=\"msoIns\"><ins datetime=\"2008-06-27T20:11\" cite=\"mailto:S.Baghestani\">.<\/ins><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn5\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref5\" title=\"_edn5\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[5]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span><span> <\/span>, Richard Flower: Sadegh-e Hedayat 1903-1951. <\/span>Eine literarische Analyse. Berlin 1977. S. 48<span class=\"msoIns\"><ins datetime=\"2008-06-27T20:11\" cite=\"mailto:S.Baghestani\">.<\/ins><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn6\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref6\" title=\"_edn6\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[6]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Sadegh Hedayat. zende begur (Lebendig begraben). 6. Aufl., Teheran 1963<span class=\"msoIns\"><ins datetime=\"2008-06-27T20:11\" cite=\"mailto:S.Baghestani\">.<\/ins><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn7\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref7\" title=\"_edn7\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[7]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Djamschidi: Hedayats Selbstmord, S. 161 ff<span class=\"msoIns\"><ins datetime=\"2008-06-27T20:11\" cite=\"mailto:S.Baghestani\">.<\/ins><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn8\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref8\" title=\"_edn8\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[8]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Vgl. Mahmood Falaki: \u201etar-e khiyali-ye Hedayat\u201c (Illusorische Seite Hedayats). In: <em>Sanjesh<\/em>, Nr. 4, Hamburg 1999, S. 37-44<span class=\"msoIns\"><ins datetime=\"2008-06-27T20:12\" cite=\"mailto:S.Baghestani\">.<\/ins><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn9\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref9\" title=\"_edn9\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[9]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span><span> <\/span>Flower, ebd., S. 304.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn10\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref10\" title=\"_edn10\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[10]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span><span> <\/span>Ebd., S. 303.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn11\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref11\" title=\"_edn11\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[11]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Ebd., S. 304<span class=\"msoIns\"><ins datetime=\"2008-06-27T20:12\" cite=\"mailto:S.Baghestani\">.<\/ins><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn12\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref12\" title=\"_edn12\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[12]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Peter Engelmann: Postmoderne und Dekonstruktion. Stuttgart 1990, S. 13<span class=\"msoIns\"><ins datetime=\"2008-06-27T20:12\" cite=\"mailto:S.Baghestani\">.<\/ins><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn13\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref13\" title=\"_edn13\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[13]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Vgl. Maschalah Adjudani: ya marg ya tadjadod-dar sche\u2019r-o adab-e maschrute (Persische Lyrik und Prosa in der konstitutionellen Revolution). Teheran 2003, S. 118 ff<span class=\"msoIns\"><ins datetime=\"2008-06-27T20:12\" cite=\"mailto:S.Baghestani\">.<\/ins><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn14\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref14\" title=\"_edn14\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[14]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Wie \u201eGodjaste Abalisch\u201c, \u201ekarname-ye Ardeschir-e papakan\u201c (1939) u. a.<\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn15\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref15\" title=\"_edn15\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[15]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Sadegh Hedayat<span class=\"msoIns\"><ins datetime=\"2008-06-27T20:13\" cite=\"mailto:S.Baghestani\">,<\/ins><\/span> Maziyar. Teheran 1963<span class=\"msoIns\"><ins datetime=\"2008-06-27T20:13\" cite=\"mailto:S.Baghestani\">.<\/ins><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn16\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref16\" title=\"_edn16\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[16]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Als Farsane, ein junger Bewunderer Hedayats, ihn mit Kafka vergleicht, sagt Hedayat: \u201eWie kann ich Kafka \u00e4hnlich<span> <\/span>sein? Er [Kafka] hatte keine finanziellen Schwierigkeiten, er hatte seine Verlobte, er konnte seine B\u00fccher ver\u00f6ffentlichen, wann er wollte. Ich habe im Gegenteil, kein Brot, keine Verlobte, und vor allem keine Leser.\u201c M. F. Farzane: aschenayi ba Sadegh Hedayat (Bekanntschaft mit Sadegh Hedayat). Teheran 1993, S. 230.<span style=\"font-size: 11pt\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn17\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref17\" title=\"_edn17\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[17]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Vgl. die Erz\u00e4hlung \u201eLebendig begraben\u201c.<\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn18\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref18\" title=\"_edn18\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[18]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Vgl. den Roman \u201eDie blinde Eule\u201c.<\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn19\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref19\" title=\"_edn19\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[19]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Sadegh Hedayat: buf-e kur (Die blinde Eule). K\u00f6ln [1988], S. 14, 33, 36, 59 u. a.<\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn20\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref20\" title=\"_edn20\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[20]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Vgl. Mohammad-Teghi Ghiasi: ta\u2019will-e buf-kur (Interpretation des Romans \u201eDie blinde Eule). Teheran 1998, S. 256.<\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn21\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref21\" title=\"_edn21\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[21]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Ich komme darauf noch zu sprechen.<\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn22\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref22\" title=\"_edn22\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[22]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Siehe vorliegenden Artikel.<\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn23\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref23\" title=\"_edn23\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[23]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Die blinde Eule, S, 50. Zur \u00dcbersetzung dieser Passage habe ich die \u00dcbersetzung von Bahman Nirumand hinzugezogen. \u201eDie blinde Eule\u201c; Frankfurt a. M. 1997, S. 58.<\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn24\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref24\" title=\"_edn24\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[24]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>buf-e kur (Die blinde Eule). S. 51-53. \u00dcbersetzung von Nirumand, S. 59-61.<\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn25\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref25\" title=\"_edn25\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[25]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Vgl. Schweilke, G\u00fcnther und Irmgard: Metzler Literatur Lexikon. Stuttgart 1984, S. 406.<\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn26\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref26\" title=\"_edn26\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[26]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Siehe vorliegende Artikel.<\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn27\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref27\" title=\"_edn27\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[27]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Flower, S. 309.<\/p>\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a name=\"_edn28\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref28\" title=\"_edn28\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[28]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Vgl. Homayun Katuzian: Sadegh Hedeyat \u2013 az afsane ta waghe\u2019iyat. Teheran 1993, S. 172 und M. F. Farsane: aschenayi ba Hedayat, S. 395 u. a.<\/p>\n<div id=\"edn29\">\n<p class=\"MsoEndnoteText\" align=\"left\"><a name=\"_edn29\" href=\"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/?p=4#_ednref29\" title=\"_edn29\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span><span class=\"MsoEndnoteReference\"><span style=\"font-size: 10pt\">[29]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span> <\/span>Vgl. Schahruz Raschid. &#8222;Negahi be buf-e kur&#8220; (Ein Blick auf die blinde Eule). <em>Aftab<\/em>. Nr. 53. Oslo<span class=\"msoIns\"><ins datetime=\"2008-06-27T20:16\" cite=\"mailto:S.Baghestani\"> <\/ins><\/span>2004, S. 6-10 u. 16-25<span class=\"msoIns\"><ins datetime=\"2008-06-27T20:16\" cite=\"mailto:S.Baghestani\">.<\/ins><\/span><\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div>\n<div id=\"edn29\">\n<p class=\"MsoEndnoteText\">.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hedayat und Kafka \u00a0 \u00a0Mahmood Falaki \u00a0 Es wird von einigen Interpreten oder Literaturkritikern Kafkas Einfluss auf den iranischen Schriftsteller Sadegh Hedayat (1903-1951) festgestellt, bzw. sie versuchen \u00e4hnliche Merkmale bei beiden nachzuweisen. Ob es einem Schriftsteller m\u00f6glich ist, in einer ganz anderen kulturell-gesellschaftlichen Situation, in einer Gesellschaft, deren Modernisierung gerade erst begonnen hat, wie Kafka [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":""},"categories":[9],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/92"}],"collection":[{"href":"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=92"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/92\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":177,"href":"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/92\/revisions\/177"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=92"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=92"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/m-falaki.com\/home2\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=92"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}